
Das Experiment besteht aus mehreren Teilen
- Bodenfallen:
Hier werden mit Fangflüssigkeit gefüllte Becher in den Boden vergraben und somit Arthropoden, die auf dem Boden leben, über zwei Wochen gefangen. Damit soll die Zusammensetzung von Arthropodengemeinschaften über verschiedene Kleingärten und Kleingartenkolonien hinweg kartiert und untersucht werden, um zu verstehen, wie menschlicher Einfluss im Garten die Artengemeinschaften verändern kann. Außerdem werden der Grad der Urbanisierung und Klimadaten (Feuchtigkeit und Temperatur) gemessen, um zu verstehen, wie die Artengemeinschaften durch Umweltveränderungen beeinflusst werden. - Teebeutelexperiment:
Hier werden zwei Teebeutel für zwei Wochen im Boden vergraben. Bevor sie vergraben werden und nachdem sie wieder ausgegraben und getrocknet wurden, werden sie gewogen und der Gewichtsunterschied gemessen. Damit lässt sich feststellen, wie aktiv die Mikroorganismen des Bodens sind. - Klimamessungen:
Mit einem einfachen Klimalogger werden automatisch Boden- und Lufttemperatur und Feuchte gemessen. - Umfragen:
Um festzustellen, wie Gärtnerinnen und Gärtner ihren Garten gestalten und managen, werden mithilfe von Online Umfragen Daten zur Bewässerung, Mahd sowie Dünger- und Pestizideinsatz erhoben. Das Ziel ist es, so viele verschiedene Gärten wie möglich mit einzubeziehen! Ob der Garten verwildert oder sorgfältig angelegt ist, alle sind herzlich eingeladen mitzumachen.
Im Anschluss an die Beprobung wird es ein gemeinsames Bestimmungsevent geben an dem alle Gärtnerinnen und Gärtner die Fallen aus ihrem Garten mitbringen können. Mithilfe von Mikroskopen und Bestimmungsliteratur wird dann gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bestimmt und sortiert, was so an Arthropoden in den Gärten existiert. Außerdem besteht natürlich die Möglichkeit, offene Fragen zu stellen und zu klären und Feedback zu geben.
Zusätzlich werden im Frühjahr 2026 moderne DNA Methoden getestet. Dabei versuchen wir, Arthropoden auf Pflanzen nachzuweisen, indem wir die DNA, die Arthropoden auf beispielsweise Blättern hinterlassen haben, zu isolieren und analysieren. Sollte diese Methode erfolgreich sein, werden wir sie im Herbst 2026 und im Folgejahr auch für alle Teilnehmenden anbieten.
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